Frauen und Sport - Sportsfrauen

Britische Frauen beim Fußball, um 1900

Daß Frauen heute in vielen Ländern der Welt jeden Sport treiben können, den sie möchten, ist gar nicht so selbstverständlich. Noch vor 100 Jahren waren sporttreibende Frauen in Europa ein Skandal.

Die ersten Frauen auf dem Fahrrad galten zum Beispiel als unmoralisch, weil Mann bei ihnen gelegentlich einen Blick aufs Fußgelenk erhaschen konnte. Ganz schlimm wurde es natürlich, als die Mädels dann auch noch turnen, schwimmen, rudern oder laufen wollten - schließlich geht das nicht in langen Röcken und Miedern. Noch in den 20er Jahren wurden Leichtathletinnen von den Plätzen vertrieben, oder sie durften nur hinter Büschen trainieren, damit sie niemand - kein Mann - sah. Und wenn die Frauenwettkämpfe in der Zeitung erwähnt wurden, war die Rede von "Fräulein Elisabeth" und "Fräulein Karoline". Die Nachnamen wurden weggelassen, um den Familien die Schande zu ersparen.

Vom Rudern zum Beispiel hieß es lange Zeit, es sei ungesund, weil dabei die Gebärmutter eingequetscht würde. Und laufen ... also mehr als einen 100 Meter-Lauf könne man dem zarten Geschlecht nicht zumuten, und vor allem sollten die Sportlehrer darauf achten, Mädchen nicht gegen Jungen starten zu lassen, weil damit bei den Mädchen unziemlicher Ehrgeiz geweckt werden könnte.

Website sportsfrauen.deIch arbeite an einer Sportlerinnen-Datenbank, um die Leistungen von Frauen im Sport bekannter zu machen. Bisher habe ich etwa 350 Frauen darin erfaßt. In meinem Arbeitszimmer stapelt sich das Material und wartet auf die Auswertung. Außerdem schreibe ich seit einiger Zeit regelmäßig für die Darmstädter Frauenzeitschrift Mathilde eine Serie über Sportlerinnen. Eine ausführlichere Darstellung zu diesem Thema inklusive meiner bisher in der Mathilde erschienenen Artikel gibt es dank der Webdesignerin Eva Verse* endlich auf meiner Seite: sportsfrauen.de

 

 

* Wenn Sie mehr über diese brillante Webdesignerin wissen wollen, schauen sie einfach mal auf ihrer eigenen Website vorbei.

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© Andrea C. Busch, 2005